Hypo Vereinsbank Geschäftskonto

Hypo Vereinsbank FirmenkontoDie HypoVereinsbank ist hinter der Deutschen Bank und der Commerzbank eine der größten Banken in Deutschland. Die Bank gehört seit Jahren zur italienischen Unicredit Gruppe und unterhält noch ca. 600 Geschäftsstellen in Deutschland.

Die HypoVereinsbank bietet ihren Kunden drei unterschiedliche Geschäftskonten an, bei denen die Kosten je online Buchung zwischen 0,04€ und 0,35€ liegen. Als monatliche Kontoführungsgebühr werden zwischen 7€ und 40€ aufgerufen. Zu allen Firmenkonten wird eine EC Karte für einmalig 7€ angeboten. Im Bereich der Firmenkreditkarten macht die Bank ein relativ umfangreiches Angebot.

Wir stellen die Geschäftskonten der HypoVereinsbank und ihre Konditionen im Folgenden im Detail vor. Außerdem vergleichen wir die Angebote mit denen anderen Banken und zeigen, für wen sich welches Geschäftskonto am besten eignet.

Vor- und Nachteile der HypoVereinsbank Geschäftskonten

  • Drei unterschiedliche Kontenmodelle
  • Kontoeröffnung für so gut wie jede Gesellschaftsform
  • Komfort Konto mit hoher Kontogebühr, aber geringsten Buchungspreisen der Filialbanken
  • Die beiden kleineren Geschäftskonten sind preislich (fast immer) schlechter als die Angebote der Commerzbank
  • Günstige Kreditkarten und große Auswahl an Firmenkreditkarten
  • Bank mit vielen Filialen in Deutschland

Hypo Vereinsbank - Die Konditionen der Geschäftskonten

Geschaeftskonto Vereinsbank Geschäftskonto eröffnen
  HypoVereinsbank - 3 Geschäftskonten zur Auswahl
Kontoführung 7€ - 15,95€ - oder 40€ im Monat (je nach Kontomodell)
Kostenloses Geschäftskonto Erlass bzw. Reduzierung der Kontogebühr nicht möglich
Beleglose Buchung 0,35€ - 0,12€ oder 0,04€  (je nach Kontomodell. Höherer Kontopreis -> günstiger Buchungen)
Beleghafte Buchung 3,50€ -3,50€ oder 0,40€ (z.B. Scheckeinreichung, Bareinzahlung am Schalter)
Geld einzahlen Bareinzahlung Schalter 3,50€, 3,50€ oder 0,40€ bzw. am Automaten 2,50€, 1,20€ oder 0,04€
Bankkarte
0€ - HVB EC Karte (allerdings einmalig 7€ für Prägung)
Kreditkarte ab 20€ - unterschiedliche Kreditkarten zur Auswahl. Beim Premium Konto 2 Karten inkl.
Geld abheben
An ca. 9.000 Geldautomaten in Deutschland (Cashgroup: Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank) zzgl. Buchungskosten
Zinsen Girokonto 0% -> alternativ Tagesgeldkonto für Firmen eröffnen
Zinsen Dispokredit
auf Anfrage
Schnittstellen (optional) Abruf von Kontoinformationen durch Service Rechenzentren kann für 10€ monatlich eingerichtet werden
Startguthaben / Prämie
Nein - Aktuell keine Prämie zur Kontoeröffnung
Mögliche Kontoinhaber
UG, GmbH, AG, GbR, OHG, PartG, KG, e.K., eG, Selbständig, Freiberufler
Besonderheiten
  • Große Auswahl an Firmenkreditkarten mit unterschiedlichen Leistungen und Preisen
  • Kreditkarte auf Wunsch mit eigenem Logo (einmalig 500€)
TAN Verfahren AppTAN und photoTAN (mit TAN Generator)
Schufa Anfrage Ja - Kontoeröffnung nur mit Schufa-Anfrage und bei guter Bonität
Kontoeröffnung

Geschäftskonto eröffnen

Konditionen der Geschäftskonten der HypoVereinsbank?

Leider haben sich die Konditionen der HypoVereinsbank in den letzten Jahren etwas verschlechtert, was wir uns im Folgenden ansehen wollen. In einigen Fällen lagen die Geschäftskonten auf Augenhöhe mit den Angeboten der Deutschen Bank bzw. Commerzbank, als vergleichbare Filialbanken. Vorwegnehmen können wir, dass wir in den meisten Fällen die Geschäftskonten der Commerzbank vorziehen würden. Erst bei sehr vielen monatlichen Buchungen (> 1.000)  wird die HypoVereinsbank mit ihrem Firmenkonto Komfort wieder interessant.

Das erste Geschäftskonto (Smart) mit 7€ Grundpreis kann aufgrund der hohen Buchungskosten von 0,35 € und Gebühren für Einzahlungen in Höhe von mindestens 2,50€ ( am Schalter sogar je 3,50€) nicht empfohlen werden. Hier ist das kleinste Geschäftskonto der Commerzbank die deutlich bessere Wahl, wenn man eine Bank mit Filialen benötigt.

Das zweite Kontenmodell (Klassik) mit Kontoführungsgebühren von 15,95€ und 0,12€ Buchungskosten schneidet etwas besser ab. Der monatliche Grundpreis liegt jedoch deutlich über dem der Commerzbank (9,90€) oder der Deutschen Bank (9,90€), aber die Buchungskosten sind etwas günstiger als bei der Konkurrenz. Allerdings relativiert sich die höhere Kontoführungsgebühr erst bei sehr vielen Buchungen im Monat. Einen noch geringeren Kontenpreis verlangt z.B. die Postbank (5,90€), wenn man im Schnitt über 5.000€ auf seinem Geschäftskonto liegen lässt.

Ob das Geschäftskonto "Klassik" der HypoVereinsbank eine gute Wahl ist, hängt somit von der Anzahl der monatlichen Buchungen ab. Rechnerisch wäre es ab ca. 210 Buchungen im Monat dem kleinsten Geschäftskonto der Commerzbank vorzuziehen. Allerdings bietet die Commerzbank ein weiteres Kontenmodell für 14,90€ im Monat an, bei dem man nur 0,10€ je Buchung bezahlt. Dies wäre rechnerisch bereits ab ca. 200 Buchungen dem  KlassikKonto der HypoVereinsbank (und auch de, Klassik Konto der Commerzbank) vorzuziehen. Die beiden "kleineren" Geschäftskonten der HypoVereinsbank sind preislich eigentlich nicht mehr zu empfehlen, wenn man sie direkt mit den Angeboten der Commerzbank vergleicht.

(Für Einzelunternehmer und selbst eine GmbH finden sich komplett kostenlose Geschäftskonten, die man sich ansehen sollte, wenn keine Filialen benötigt werden.)

Geschäftskonto für Unternehmen mit sehr vielen Transaktionen

Das dritte Geschäftskonto (Komfort) mit Buchungskosten von 0,04€ und einer Kontoführungsgebühr von 40€ im Monat kann sich in Einzelfällen für Unternehmen mit sehr vielen Buchungsposten oder mit sehr vielen Bareinzahlungen lohnen. Für einen Einzelunternehmer oder eine kleine GmbH ist das Geschäftskonto zu "groß" und zu teuer und damit nicht geeignet.

Wer jedoch viele Buchungen (Kontobewegungen) auf seinem Geschäftskonto verzeichnet, erhält aber ca. 2.000 beleglosen Buchungen im Monat das günstigste Geschäftskonto einer Filialbank. In anderen Fällen sind die Geschäftskonten der Deutsche Bank oder Commerzbank günstiger. Einen anderen Vorteil bietet das Geschäftskonto bei Bareinzahlungen, die etwas günstiger als bei der Konkurrenz möglich sind. Die günstigen Bareinzahlungen rechtfertigen den hohen Kontopreis allerdings nur in der Kombination mit sehr vielen Buchungen.

Ein "Upgrade" der Geschäftskonten bei der HypoVereinsbank ist übrigens problemlos möglich. Unternehmer können also z.B. mit dem Klassik Geschäftskonto starten und später auf das größere Kontenmodell wechseln, ohne ihre Kontonummer aufgeben zu müssen. Dies ist ein Vorteil, den eigentlich alle Filialbanken, aber nur sehr wenige Direktbanken bieten. Die Direktbanken haben in der Regel nur ein Geschäftskonto, was unter Umständen irgendwann zu "klein" werden kann.

(Kostenlose) Alternativen zum Geschäftskonto der HypoVereinsbank

Eingangs hatten wir geschrieben, dass es viele gute und günstigere Alternativen zum Geschäftskonto der HypoVereinsbank gibt. Diese Alternativen wollen wir hier nennen. Für Freiberufler und Selbständige, die nur sehr selten Bargeld einzahlen müssen, empfehlen wir das N26 Geschäftskonto. Bei N26 fallen - ähnlich wie bei einem Privatkonto - keine Kosten für beleglose Buchungen an. Selbständige und Freiberufler können das Geschäftskonto von N26 somit komplett kostenlos nutzen.

Alternative Geschäftskonten für juristische Personen

Für die Gesellschaftsform GmbH kann man bei der Fidor Bank ein Konto eröffnen. Das Geschäftskonto der Fidor Bank weist ein paar Einschränkungen auf, wird dafür allerdings komplett ohne Kontoführungsgebühr und ohne Buchungskosten angeboten und eröffnet. Das Kontenmodell eignet sich sicherlich nicht für jedes Unternehmen, ist aber aufgrund der fehlenden Kosten einen Blick wert.

Wer Filialen und Kundenbetreuung vor Ort wünscht, sollte sich die Geschäftskonten der Commerzbank oder Deutsche Bank ansehen. Wie bereits weiter oben geschrieben gibt es kaum Konstellationen, bei denen die Geschäftskonten der HypoVereinsbank günstiger als die Angebote der Commerzbank oder der Deutsche Bank sind. Außerdem bietet die größten Banken Deutschlands mehr Filialen und deutlich mehr Beratungsstellen an.